Früher hat der „Sitz-Redakteur“ in die Gefängniszelle einrücken müssen, sobald sein Blatt einen Prozess verloren hatte. Der Journalist hat dann bei staatlicher Kost und Logis fleißig weitergeschrieben. Der Legende nach soll es manch einem sogar geholfen haben, der bei kargem Lohn draußen kaum in der Lage war, die Miete zu bezahlen. Das gehört glücklicherweise ins Reich der gar nicht so angenehmen Vergangenheit. (weiterlesen …)
Sa 14 Apr 2012
Leichtigkeit der Lotosblüte
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„Kleine Erdbeben sind lustig“, lächelt die junge Japanerin. Ihr deutscher Gesprächspartner erschrickt zutiefst; sie treibt mit Entsetzen Scherz. Wie kann die Frau aus dem Land von Fukushima und Tsunami das Risiko so locker nehmen? (weiterlesen …)
Sa 14 Apr 2012
Verlorene Geborgenheit
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„Er hat praktisch den ganzen Erdball dreimal umwandert, und ist heute – wie immer – noch rüstig beisammen.“ Der Satz hat am 16. Juli 1954 im „Bayreuther Tagblatt“ über einen Jubilar und dessen Weg zur Arbeit gestanden. Unglaubliche 120 000 Kilometer hatte der Weber Johann Schott bis dahin zurückgelegt – zu Fuß – , um zu seiner Arbeitsstätte und wieder heim zu kommen. Wer denkt da nicht gleich an das soziale Drama „Die Weber“, von Gerhart Hauptmann geschrieben im 19. Jahrhundert, das vom Weber-Aufstand im Jahr 1844 handelt. (weiterlesen …)
Sa 14 Apr 2012
A schöns Maadla
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Eine Lichtgestalt kann aus Fleisch und Blut, sehr weiblich – und äußerst anziehend sein: Die 16-Jährige betört mit ihrer Schönheit den 13-Jährigen, dessen Herz bei ihrem Anblick in die Hose rutscht. Ihre Nähe lähmt ihn, er spürt ihre Unerreichbarkeit. Marga, ehrfürchtig flüstert er ihren Namen.
Sa 14 Apr 2012
Männer unter sich
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Der Mann mit kleinem Sprachfehler wird ganz selbstverständlich ins lockere Gespräch einbezogen. Der Fremde am Nebentisch freut sich, wie hier im beschaulichen badischen Ortenaukreis eine Stammtischrunde gute Laune verbreitet. Die heitere Atmosphäre in diesem blitzsauberen Gasthaus wirkt angenehm. Badische sowie thailändische Spezialitäten stehen auf der Speisenkarte, ungewöhnlich, aber der Gast will den netten Wirt jetzt nicht neugierig ausfragen.
Sa 14 Apr 2012
Rote Rose und miserables Gewissen
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Der 8. März ist nun auch schon wieder vorbei. Na und, war doch ein ganz stinknormaler Donnerstag? So fragen nur Männer mit Partnerinnen aus nichtsozialistischen Ländern. Die Frau, die mal das Pionierhalstuch trug (sonntags ging sie dennoch zur Kirche) hat natürlich Blumen bekommen. Ihr Mann hätte gerne daran gedacht, war aber mit den Gedanken woanders. Glücklicherweise kam die wunderschöne, langstielige, rote Rose nicht von einem gefährlichen, unbekannten Nebenbuhler. (weiterlesen …)
Fr 9 Mrz 2012
Mamarella muss nicht in den Knast
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An Schmuggelware herrscht kein Mangel – in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg. Amerikanische Zigaretten dienen als hoch geschätzte Währung. Da geraten sogar brave Menschen in Versuchung, verbotenen Handel zu treiben. Manchmal greift die Polizei durch, wie 1954 in Neapel. (weiterlesen …)
Fr 9 Mrz 2012
Eisblumen am Fenster
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Fr 9 Mrz 2012
Eiseskälte und Sehnsucht
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Der Schnee liegt hoch am kleinen Häuschen; der Winter hält Kroatien im eisigen Griff. Die beiden alten Leute schauen verzweifelt nach draußen; nicht einmal zum Briefkasten können sie sich durchkämpfen. (weiterlesen …)
Fr 9 Mrz 2012
Frau Sorglos und Herr Negativ
Posted by eschatz under Allgemein
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Die Dame schleppt ihre Beute an, alles Schnäppchen, die „fast nichts gekostet haben“. Sie genießt die schönen Sachen – ein Moment-Mensch eben, mit dem leichten Sinn. Derweil drücken den Mann bleierne Sorgen. (weiterlesen …)